Ständerwerk: die Wand entsteht im Raster
Eine Trockenbauwand ist nur so gut wie ihr Unterbau. Zuerst werden die waagerechten Profile an Boden und Decke gesetzt, danach die senkrechten Ständer eingestellt — üblicherweise im Achsmaß von 62,5 Zentimetern, damit jede Plattenkante mittig auf einem Profil landet und die Fuge später nicht arbeitet. An Boden, Decke und Anschlusswänden kommt Dichtungsband unter die Profile. Das entkoppelt die neue Wand vom Baukörper und verhindert, dass Trittschall aus dem Nebenraum ungebremst durchläuft.
Wo später etwas hängen soll, wird das schon jetzt vorbereitet: Hängeschrank, Waschtisch, Fernsehhalterung oder Handtuchheizkörper brauchen eine Traverse oder eine Holzeinlage zwischen den Ständern. Genau hier entscheidet sich, ob die Wand in zwei Jahren belastbar ist oder ob nachträglich aufgeschnitten und geflickt werden muss. Sagen Sie deshalb schon beim Aufmaß, was an die Wand kommt — auch wenn der Schrank erst später gekauft wird.

